Nǐ hǎo Taiwan!

Feldmann Lea, Taiwan, 2018

Nǐ hǎo!

Mein zweitmonatiger IFYE-Austausch führte mich nach Taiwan, der kleinen Insel im Pazifik vor China. Tatsächlich ist Taiwan gleich gross wie die Schweiz, was mir sehr gut gefallen hat, denn in den zwei Monaten konnte ich einmal rund um die Insel reisen und so ein gutes Gesamtbild gewinnen. Ich habe jeweils 1-2 Wochen bei der gleichen Familie gewohnt, mit der ich oft Ausflüge machen durfte. Manchmal konnte ich ihnen helfen, auf der Teeplantage, bei der Verpackung von Tee oder Blumen, beim Melonen schneiden oder Sojabohnen ernten, aber meistens holte mich jemand vom 4-H-Club ab und wir besuchten Verarbeitungsfabriken, Museen, Plantagen,Tempel, einfach alles was sehenswert ist.

Meine Zeit ging sehr schnell um, in diesem Land das so anders ist, als ich es mir vorgestellt hatte. Ein Land, in dem ich sehr viele Gegensätze gesehen habe. Zum Beispiel zwischen Taipeh, der westlich orientierten, schnellen Hauptstadt und der Ostküste, an der man sich Zeit für alles nimmt. Taiwan, das sich am finden ist, irgendwo zwischen der Angleichung an den Westen und der Bewahrung der eigenen Kultur, was wahnsinnig spannend war.

Ein Teil von Taiwan ist das etwas kühlere bergige Gebiet in der Mitte. In den Städten ist die Temperatur durch den Sommer tagsüber um die 30-35°, nachts um die 25-30°, da ist das kühlere Klima in den Bergen sehr angenehm. In den Bergen besuchten wir oft kleinere Hostels, die nebenbei noch beispielsweise Kaffee oder Tee anbauen. Da durfte ich zum Beispiel auch frischen Tofu herstellen: Zuerst mahlten wir die sonnengetrockneten Sojabohnen und mischten Wasser dazu, so entstand eine Art Milch. Dann verarbeiteten wir die Milch zu Tofu, der ähnlich wie Käse gemacht wird. Am Schluss assen wir alle zusammen den frischen Tofu mit Beilagen. Das Essen in Taiwan ist ganz anders als in der Schweiz:) Oft gab es Reis mit Beilagen und ich wusste meistens nicht so genau, was ich jetzt ass. Aber das war in Ordnung. Die Menschen waren so gastfreundlich und wollten mir ihr Land von der bestmöglichen Seite zeigen. Ich durfte so viel sehen und lernen. Schon bald verstand ich einige Worte Chinesisch, oder zumindest den Sinn, „zhe fan“ heisst zum Beispiel „essen“. Das war auch sehr nützlich und brachte mir immer viel Lob ein.

Oft sassen wir da und die Leute plauderten bei einem Tee oder Kaffee ein wenig über das Geschäft, dazu wurden immer frische Früchte serviert! Ich vermisse die Ananas, Bananen und Wassermelonen... und das "shaved ice" mit Mango. Das Essen, der Tee und die Nightmarkets, etwas das jeder in Taiwan versuchen sollte!

Bye, bye und vielen Dank für dieses Abenteuer! Lea:)