Mein Sommer in Costa Rica

sina.sommer@bluewin.ch, Costa Rica, 2018

Meine Ifye-Zeit in Costa Rica war unvergesslich. Was es ausgemacht hat? Alles war ein einziges Abenteuer. Erst ein paar Tage vor meiner Abreise bekam ich ein Foto von meinen Gasteltern und somit einen ersten Eindruck. Nur ein einziger Tag vor dem Abflug bekam ich auch noch die Adresse.
Und dann ging es los und ich liess mich überraschen. Ich wusste nicht mal, wer mich am Flughafen abholen kommen würde, einfach nur DASS jemand da sein würde – aber das reichte aus. Es ist alles viel spannender, wenn man nicht immer schon im Voraus weiss, was kommen würde.

Genial waren zum Beispiel die Tage, als ich mit meinen Gastbrüdern aufs Meer rausfuhr zum Fische oder Crevetten fischen. Selbstverständlich verspeisten wir jeweils später einen Teil von der Beute. Das war lecker!
Übrigens waren so ziemlich alle in diesem Dorf Fischer, berufliche Optionen gibt es dort kaum.

Grosse Augen machte ich, als ich doch tatsächlich zwei Kühe an einem Schwier angebunden am Strassenrand grasen sah, anderswo dasselbe mit einem Pferd oder Ziegen usw.! Wer hätt’s gedacht? Hierzulande machte man dies doch früher so; vor 50 oder mehr Jahren...

Den ganzen Tag über waren krähende Hähne zu hören, und dies manchmal kombiniert mit Affengebrüll. Als ich die Affen zum ersten Mal gehört habe und wir diese dann ein paar Meter weiter in einem Baum oben auch sehen konnten, war ich echt sprachlos. So süss und doch so ungewöhnlich: Affen mitten im Wohngebiet…

Als mich mein Gastvater einmal mit dem Töff mitnahm und wir neben diesen genialen Bäumen vorbeifuhren, wo man so wunderbar hochklettern kann, bat ich natürlich um Halt!!! -> Gut schauen; man siehts schlecht aber bin auf dem Foto drauf!! :)
Die Töfffahrt ging weiter an einen Strand, an dem wir entlang spazierten und ich konnte beinahe nicht mehr aufhören, Muscheln zu sammeln. Ich dachte, mein Gastvater sei verrückt, als er mir ein kleines Krebslein und eine Meeresschnecke (oder wie immer sich das Tier nennt) in die Hand drücken wollte, das würde doch piksen…!!! Schlussendlich war ich allerdings begeistert, nannte das Ding „Léonard“ und nahm es mit nach Hause - so hatte ich sogar in Costa Rica mein eigenes Haustier. ;)